John Franzen

"Original Force"

14. November 2015 - 02. Januar 2016

Ausstellungsansichten

John Franzen
John Franzen
John Franzen

 

 

Die Galerie Anette Müller freut sich, vom 14. November 2015 bis zum 02. Januar 2016 neue Arbeiten von John Franzen in der Einzelausstellung „Original Force“ präsentieren zu können. Gezeigt werden auf der ersten Ausstellungsebene der Galerie ausgewählte, zum Teil speziell für die Ausstellung realisierte Arbeiten aus den beiden Serien „Each Line One Breath“ und „Creation Is Destruction“. 

 

Mit seinen Arbeiten steht Franzen einerseits in der Tradition der Künstlergruppe ZERO, deren Kunst Ende der 1950’er, Anfang der 1960’er Jahre über die Nullsetzung der Form und die Reduktion des Ausdrucks zu einer Neudefinition der Malerei führte, andererseits sind seine Arbeiten im Geiste der Rituale des Nichts und der Leere traditionell asiatischer Kultur und Philosophie zu verstehen.

 

Für Franzen ist es die Linie, die den Nullpunkt, den Beginn und die initiale Ur-Sequenz einer jeden Zeichnung symbolisiert, die erste Entladung einer Energie, den Urknall, der in seiner Schöpfung das unberührte Nichts zerstört. Aus dieser entstehen seine wellenartigen Strukturbilder aus der Serie „Each Line One Breath“. Hier wiederholt er die Linie im konsekutiven Prinzip kosmischen Wachstums bis sie den Papierbogen oder die Metallplatte ausfüllt. Dabei entspricht jede Linie einem Atemzug. „Ich will mich dem natürlichen Zyklus, wie er in der Natur zu finden ist, verpflichten. Es ist nur intelligent, demütig vor der Natur zu sein. Man braucht sie, um feine Strukturen empfinden zu können. Das Fragile zwischen den starken Konturen ist das Interessante. Ich zeichne die Leere zwischen den Linien und nicht die Linie selbst, wie mein Geist nicht das Wort sondern die Stille ist,“ sagt Franzen.

 

Franzens Arbeiten weisen Bezüge auf zur Oberflächenkonzeption der ZERO-Künstler - herbeigeführt durch freies Experimentieren mit unkonventionellen Verfahren und Materialien sowie durch die Erforschung der Interaktion zwischen Werk und Betrachter. In seiner Werkserie „Creation Is Destruction“ dienen ihm etwa reflektierendes Messing, Einschusslöcher, Aufschlitzungen und Flammen als Instrumentarien zur Aktivierung der Oberfläche, die jenseits ihrer Funktion als bloßer Bildträger zum Aktionsraum, zum Schnittpunkt von Idee und Realität wird.

 

John Franzen (*1981, Aachen) ist in Belgien aufgewachsen und lebt und arbeitet heute in Maastricht, Niederlande. Von 2003 bis 2008 hat er ein Studium an der Kunstakademie Maastricht, Niederlande absolviert. Franzens Arbeiten finden weltweit Anerkennung und sind bereits mehrfach in internationalen Kulturinstitutionen ausgestellt worden. 

 

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