Rayk Goetze und Jesús Rodriguez de la Torre

PALIMPSEST

05.05.-16.06.2018

 

Die Galerie Anette Müller freut sich, vom 5. Mai bis zum 16. Juni 2018 die Ausstellung PALIMPSEST präsentieren zu können, in der neue Arbeiten von Rayk Goetze und Jesús Rodriguez de la Torre gegenübergestellt werden. 

 

In Rayk Goetzes jüngsten Arbeiten, in denen sich Figuren der Gegenwart und thronende Madonnengestalten in einem malerischen Universum begegnen, gewinnen die skulptural anmutenden Faltenwürfe früherer Arbeiten wieder an Bedeutung. Wir sehen hier Gewänder, in deren Faltungen das Licht aufscheint, widerscheint und verschwindet - ganz in der Manier der großen Meister der Renaissance, des Manierismus und der Barockmalerei. Je nach Material und Dimension sowie Art der Faltung und Drapierung sind diese Gewänder ein Ausdruck von Identität, oder im Gegenteil: sie verbergen. Die Malerei von Rayk Goetze basiert auf dem genau kalkulierten Einsatz solcher Gegensätze. Realität versus Imagination, Utopie versus Alltag, Humor versus Tragik, Liebe versus Missbrauch, Figuration versus Abstraktion, leichte versus schwere Farbe, feine versus grobe Materialität, sensible versus ruppige Pinselführung, kalkulierte Steuerung versus unkontrollierte Reaktion - die so entstehenden Spannungsverhältnisse werden in den Bildern des Leipziger Malers auf eine ihm ganz eigene Weise verhandelt. Das Resultat dieser Vorgehensweise sind Gemälde, die sich im Sinne eines mehrlagigen Palimpsests verstehen lassen sowie als „offenes Kunstwerk“, wie es Umberto Ecco in seinem Essay „Opera Aperta“ skizzierte. In der Ausstellung sind neben neuen Gemälden auch Zeichnungen von Rayk Goetze zu sehen.


Zwischen der Malerei von Rayk Goetze und der von Jesús Rodriguez de la Torre lassen sich zahlreiche Bezüge herstellen, sowohl formal als auch programmatisch. Werden auch in der Malerei des spanischen Künstlers verschiedene Stile, Zeiten und künstlerische Ansätze virtuos in eine neue Einheit umgeschmolzen und bewegt auch er sich, basierend auf dem Prinzip des Gegensatzes, zwischen Abstraktion und Figuration sowie zwischen Realität und Imagination, so stellt sich der in Andalusien lebende und arbeitende Maler in seinen jüngsten Arbeiten wieder verstärkt der Herausforderung, ausschließlich mit Schwarz und Weiß eine plastische Wirkung zu erzielen. Mit seiner monochromen Malerei steht er in einer jahrhundertealten Tradition: Bereits Rembrandt, Albrecht Dürer und Peter Paul Rubens schufen Gemälde, die lediglich mit Schwarz und Weiß Licht und Schatten und eine zum Greifen nahe Räumlichkeit erzielten. In der Ausstellung sind neben neuen monochromen Arbeiten auch mehrfarbige Gemälde von Jesús Rodriguez de la Torre zu sehen.

 

Rayk Goetze (*1964, Stralsund) hat nach seiner Ausbildung als Stahlschiffbauer und seiner Zeit als Kampfschwimmer von 1991 bis 1997 ein Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Rink und Neo Rauch absolviert. Von 1995 bis 1996 hat er ein Studienjahr an der Accademia di Belle Arti in Florenz verbracht. Nach seinem Abschluss als Meisterschüler bei Arno Rink im Jahr 2000 hat er zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen bestritten und seine einzigartige malerische Position ausgebildet. Rayk Goetze lebt und arbeitet in Leipzig. 

 

Jesús Rodriguez de la Torre (*1955, Jaén, Spanien) hat Freie Malerei und Graphik an den spanischen Kunsthochschulen von Baeza, Sevilla und Granada studiert. Seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen Spaniens  und Deutschlands vertreten und mehrfach ausgezeichnet worden. Jesús Rodriguez de la Torre lebt und arbeitet in Andalusien.

 

Mitte und oben Arbeiten von Rayk Goetze, unten Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre
Arbeit von Rayk Goetze
links Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre
Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre
Arbeiten von Rayk Goetze
Arbeiten von Rayk Goetze
Arbeiten von Rayk Goetze
Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre links Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre
Arbeit von Jesús Rodriguez de la Torre

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